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Im Wörterwirrwarr
nach dem einen Wort suchen,
das Vertrauen schenkt.
In der Bilderflut
ein stilles Bild entdecken,
das Augen öffnet.
Im hektischen Lärm
ein tröstliches Lied singen,
ahnend die Stille.
In finsterer Zeit
klingt fernher tröstlich ein Lied;
es verheisst Frieden.
In finsterer Zeit
flackert in meiner Seele
das Licht Zuversicht.
In finsterer Zeit
breche ich auf, zu suchen
ein Wort der Liebe
Das Lied wurzelt mich.
Das Licht hält mich lebendig.
Das Wort leitet mich.
Verstummt die Vögel.
Nebelverhangen das Land.
Entlaubt die Wälder.
Ich schreite bergwärts,
suchend Sonne und Himmel;
Wehmut im Herzen.
Laubbedeckt der Weg.
Im Rascheln meiner Schritte
klingt ein Requiem.
Schon fällt erster Schnee.
Meine Lebenszeit enteilt.
Still endet das Jahr.
Aus Klang und Silben
Wörter bilden,
aus Wörtern Worte
und aus Worten ein Gedicht.
Ein Gedicht,
das vom Leben erzählt
und mich vergessen lässt,
dass ich vergesse.
Kiebitz, Kuckuck, Kakadu,
Kakerlake, Känguru;
knorzen Krähen Kräutertee,
kotzt Karnickel krausen Klee.
Kunigunde kaut Konfekt,
Konkubine krault korrekt;
Koryphäen-Kaffee-Klatsch,
Kaiser-, König-, Kirchen-Knatsch.
Katze kotzet Kümmelwein.
kratzt Koriander klitzeklein;
Kuh kalauert Künstlichkeit,
knurrig krächzt Kolkrabe Keith.
kundsoweiter, kundsofoert
Im Mayen, ja im Mayen,
wenn alle Vögel krayen,
da will das Herz zerspringen,
und ich muss Lieder singen
von lauen, linden Lüften,
von wundervollen Düften,
von warmer Frühlingssonne,
und süßer Liebeswonne.
Wenn alles sprießt und blüht,
und heiß die Liebe glüht;
der Spargel wächst, wird lang,
und mir wird angst und bang;
die Weiblichkeit entzückt,
Gefühle spieln verrückt;
auch ich bin nun von Sinnen
und gebe mich dir hinnen.
Es Gedicht
isch wie ne Brunne
i der Wüeschti
voll medialem Gschwätz
u Fake News
Lyrik
isch wie ne Oase
i der Wüeschti
voll Marktgschrei
u betäubender Bilderfluet
By üs im Ämmital
geit's entweder obsi
oder ‘s geit nidsi;
nie geit's äbeswägs.
Grad eso wie im Läbe.
Obsi oder nidsi:
mir nähme’s wie's chunnt;
göh gsatzlech z’düruuf,
uf d' Egg, uf der Hubel.
U da verwyle mir es Momäntli,
luege desume,
wärweise über Gott u d' Wält,
luege, lose, schmöcke, stuune;
u de göh mir wyter.
Mir göh z’dürab.
Ds einte Mal mit uflige Gümp,
u mängisch stofflig wie ne Höseler,
bis z’underscht in e fyschtere Chrache.
U dernah geit's wieder z’düruuf.....