Der Herbstwind wirbelt
die Blätter von den Bäumen;
sie tanzen im Licht.
Stürmischer Westwind
fegt die Blätter vom Nussbaum.
Sie wirbeln ostwärts.
Wie im Herbst das Laub
fallen die Jahre dahin.
Schon fröstelt das Herz.
Ein Fluss stürzt herab.
In den tosenden Fluten
geigt die Ewigkeit.
Was nur zum Kuckuck
ruft aus dem Wald der Kuckuck?
Beschwört er sein Lied?
Ein Waldbad am Morgen:
Geist und Seele atmen auf,
der Leib tanzt sich frei.
Das Grün des Waldes
ist meiner Seele Labsal.
Der Geist denkt sich frei.
Über den Feldern,
zwischen Himmel und Erde
jubelt die Lerche.
frei nach Matsuo Bashõ
Süss duftet Flieder.
Anmutig singt die Drossel.
Nervig lärmt Verkehr.
Schönste Rose, du,
bezaubernd deine Anmut,
betörend dein Duft.
Entlaubt der Nussbaum
Im filigranen Gezweig
schlummert der Frühling.
Schneeflocken wirbeln.
Träne und Wort gefrieren.
Noch glimmt die Liebe.
Nebel schleicht ums Haus.
Die Schwermut klopft ans Fenster.
Ich träum' mich ins Licht.
Rosa Kirschblüte.
Leise klingt im Blütenbaum
ein altes Haiku.
Im raschelnden Laub
des herbstlichen Buchwaldes
klingt ein Requiem.
Gefroren das Land.
Nebel und Eiseskälte.
Gefroren das Herz.
Die weisse Weite,
der azurblaue Himmel
und das Menschlein Ich.
Zur blauen Stunde
wimmert die Melancholie
einen Sehnsuchtsblues.
Gedichte schreibend
suche ich zu ergründen
das eigene Selbst
Der Zeit entfallen.
Weither klingt helles Lachen.
Ich weine im Schlaf.
Gelähmt die Lippen.
Vergessen meine Lieder.
Ringend um Worte.
Der Himmel verglüht.
Meine Tage entfliehen.
Die Wehmut lächelt.
Was ist das Leben?
Ein Hauch, ein Schatten, ein Nichts,
ein Liedschlag der Zeit.
Im Klang der Stille
dem göttlichen Lied lauschen,
erlöschend im Nichts.
Manch ein Kleinbürger
macht mich zu seinesgleichen
und raubt mir mein Selbst.
Ich irre umher.
Der Weg führt nach Nirgendwo
im Land Vergessen.
Die Besserwisser
erkennen lebenslang nicht,
dass sie nichts wissen.
Stückwerk das Leben.
Stückwerk all mein Bemühen.
Ganz nur die Liebe.
Flüchtige Schatten.
Wir träumen uns himmelwärts
und wachsen erdwärts.
Lebenslang suchend
Sinnhaftigkeit und Liebe.
Lebenslang ein Narr.
Flüchtig wie Wolken
ist unser aller Leben;
ein Hauch, ein Schatten.
Wissen wir genug,
sobald wir erkannt haben,
dass wir nichts wissen?
Unsere Sinne
reichen nicht, zu verstehen
unser aller Sinn.
Ohne Du kein Ich.
Durch Beziehung wird Leben.
Ohne Du kein Wir.
Im Herrewäldli
chlöönet d' Madame de Wattewil
über Bärns Herre.
Im Lutertäli
gurglet ds Bächli viel Gschichte
us myre Chindheit.
Uf em Höcheli,
ygrahmt vom ene Garte,
steit es singends Huus.
Schwygend verwyle
unter der Friedenslinde.
Ändlech Rueh finde.
Im Bächer obe
fyre d' Bure Sichlete,
bächere d' Dröscher.
Uf em Geristei
het d' Zyt e Skulptur gschaffe:
e Steielefant.
Uf der Luzere
chuttet d' Byse tüüflisch ruuch
u bodiget Böim.
Im Chrottegässli
chieche, chnorze u cheibe
chrüz u quer Chrotte.
D' Brunne z'Fluegbrunne
plätschere alti Gschichte
vo Pflüeg u Brunne.
Z'ungerscht im Riedli
quakt e liebestolle Frösch
der Schwandiholz-Blues.
Mit hochrotem Chopf
stramplet e smarte Biker
obsi zum Schwarzchopf
Uf em Wagner-Stei
spielt niemer es Leitmotiv;
dert trummlet e Spächt.
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